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Zum 95. Geburtstag von Hildegard Hamm-Brücher

11. Mai 2016

Wir gratulieren!

Die Theodor Heuss Stiftung gratuliert ihrer Gründerin herzlich zum 95. Geburtstag und wünscht Hildegard Hamm–Brücher alles Gute. Wenn es bei dem etwas kränkeln bleibt, wie sie den Medien anlässlich ihres Geburtstag sagte, dann wird Hildegard Hamm-Brücher hoffentlich noch viele Jahre genießen und die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verfolgen können.

Die Theodor Heuss Stiftung ist ohne ihre Initiatorin nicht denkbar. 1964 gegründet, verfolgte Hildegard Hamm-Brücher mit Nachdruck das Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern die Demokratie nahe zu bringen, die politische Bildung und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und mit der Stiftung ein Forum für Grundfragen des demokratischen Zusammenlebens in Deutschland und Europa zu schaffen.

Das ist ihr hervorragend gelungen. Vor wenigen Wochen hat die Theodor Heuss Stiftung mit der 51. Preisverleihung viele zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich in der Hilfe für Geflüchtete, selbstlos engagieren, ausgezeichnet.

Mit damals 5000 DM Spende als Startkapital hat sich die Theodor Heuss Stiftung bis heute als wichtiger überparteilicher Akteur etabliert. Sie gibt Anstöße für gesellschaftliche Diskussionen und hat mit den ehemaligen Stipendiaten, die sich in die Gremien der Stiftung einbringen, eine unmittelbare Anbindung an die Entwicklungen, die jungen Menschen in unserer Gesellschaft wichtig sind.

Hildegard Hamm–Brücher sagte in ihrer Bilanz zur 40. Preisverleihung 2005: „ Dank ihres gewachsenen Selbstverständnisses und des wegweisenden Vorbildes von Theodor Heuss ist es der Stiftung gelungen, als eine der traditionsreichsten und angesehensten politischen Stiftungen zu gelten, die es immer wieder schafft, ihr demokratiepolitisches Credo glaubwürdig zu bekräftigen“.

Seit über 10 Jahren wird die Stiftung von Ludwig Heuss geleitet. Er gratuliert der Gründungsvorsitzenden Hildegard Hamm-Brücher mit den Worten:

„ Die Stiftung und ich bedanken uns bei der großartigen Demokratin für ihr nicht nachlassendes Interesse, unsere Demokratie zu verteidigen und zu stärken. Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz sind längst nicht überwunden, sondern bekommen wieder Zustimmung auch in Deutschland. Sie, liebe Frau Hamm-Brücher, haben davor immer gewarnt und Fehlentwicklungen unserer repräsentativen Demokratie aufgezeigt. In diesem Sinne wird die Stiftung weiter arbeiten.“

Auch in einem gründlich veränderten gesellschaftlichen Umfeld bleiben Ziele und Aufgabe der Theodor Heuss Stiftung aktuell wie am Tag ihrer Gründung. Die Digitalisierung, die alle Lebensbereiche durchdringt, eine Europäische Union, die zunehmend kritisiert wird und in entscheidenden Fragen wie der Aufnahme und Integration von Geflüchteten zerstritten ist, Terrorismus, der die Grundfreiheiten bekämpft und das Ringen um den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaften müssen zukunftsgerichtet diskutiert werden und es müssen Lösungskonzepte aufgezeigt werden, die weiter als eine Legislaturperiode reichen.

Das Wirken von Hildegard Hamm-Brücher ist Auftrag und Verpflichtung. Gradlinig, unbeugsam, menschlich und inhaltsreich sind die Attribute, die Hildegard Hamm-Brücher bis heute auszeichnen. In diesem Geist wird die Stiftung weiter arbeiten.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Bundesjustizministerin a.D. und Stv. Vorsitzende der Theodor Heuss Stiftung

 

 

Theodor Heuss Medaille 2016 – Urkunde „den stillen Helfern“

30. April 2016

Heute wurde im Rahmen der 51. Theodor Heuss Preisverleihung in Stuttgart eine Theodor Heuss Medaille 2016 an „die stillen Helfer“ verliehen.

Alle stillen Helfer, die Geflüchtete mit der Kraft und aus der Mitte der Zivilgesellschaft heraus in einer demokratischen Bürgergesellschaft willkommen heißen, können sich hier die Urkunde zur Theodor Heuss Medaille 2016 ausdrucken bzw. herunterladen.

Wir gratulieren allen stillen Helfern sehr herzlich zu dieser Auszeichnung!

Urkunde Theodor Heuss Medaille 2016 den stillen Helfern

 

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Hans Koschnick in Memoriam

21. April 2016

Wir trauern um unseren Theodor Heuss Preisträger Hans Koschnik.

1995 wurde der 31. Theodor Heuss Preis unter dem Jahresthema „Taten der Versöhnung“ Hans Koschnick  für sein jahrzehntelanges politisches Engagement im Dienste der Versöhnung vor allem mit Polen und Israel zuerkannt. In zahlreichen Ämtern und Aufgaben hat Hans Koschnick herausragende Beitrage zu einer neuen Verständigung und schrittweisen Vertrauensbildung und Aussöhnung geleistet. Ohne ihn wäre die internationale Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz kaum zustande gekommen, desgleichen die Städtepartnerschaft Bremen-Haifa. Seitdem Hans Koschnick im Sommer 1994 zum EU-Administrator zum Wiederaufbau der im Bürgerkrieg zerstörten Stadt Mostar bestellt wurde, hat er – unter ständiger persönlicher Gefährdung – sein vielseitiges Können und seine Kräfte zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt und zur Aussöhnung zwischen verfeindeten ethnischen Gruppen neuerlich unter Beweis gestellt. Mit Mut, geduldiger Vermittlung und persönlicher Integrität leistete er – stellvertretend für uns alle – Taten der Versöhnung und trug damit entscheidend zur Glaubwürdigkeit seiner europäischen Mission bei.

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Hans-Dietrich Genscher in memoriam

1. April 2016

Die Theodor Heuss Stiftung trauert um Hans-Dietrich Genscher, der 1990 für sein hervorragendes politisches Lebenswerk im Dienst des Aufbaus unserer freiheitlichen Demokratie,  für seine Bemühungen um eine friedliche Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas und für seinen engagierten Einsatz gegen jede Form des Extremismus und zur Wahrung der Menschenrechte in aller Welt und im eigenen Land mit dem Theodor Heuss Preis ausgezeichnet wurde. Mit seinem lebenslangen Einsatz für den Aufbau und die Festigung einer liberalen demokratischen Ordnung hat Hans-Dietrich Genscher ungezählte hervorragende und ermutigende Beiträge für das Allgemeinwohl und für das Ansehen unserer Republik in der Welt gegeben. Wir werden uns dankbar an ihn erinnern.

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Lothar Späth in memoriam

19. März 2016

Wir trauern um unser ehmaliges Vorstandsmitglied und unseren ehemaligen Vorsitzenden unseres Freundeskreises, Prof. Dr. Lothar Späth, der uns über Jahrzehnte maßgeblich unterstützt und freundschaftlich begleitet hat. Wir werden uns immer dankbar an ihn erinnern.