Preisträger 1990

Hans-Dietrich Genscher

Der THEODOR-HEUSS-PREIS wurde verliehen an:
Herrn Hans-Dietrich Genscher
– für sein hervorragendes politisches Lebenswerk im Dienst des Aufbaus unserer freiheitlichen Demokratie
– für seine Bemühungen um eine friedliche Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas
und
– für seinen engagierten Einsatz gegen jede Form des Extremismus und zur Wahrung der Menschenrechte in aller Welt und im eigenen Land. Mit seinem lebenslangen Einsatz für den Aufbau und die Festigung einer liberalen demokratischen Ordnung hat Hans-Dietrich Genscher ungezählte hervorragende und ermutigende Beiträge für das Allgemeinwohl und für das Ansehen unserer Re- publik in der Welt gegeben, die im Sinne der Satzung der THEODOR-HEUSS-STIFTUNG dankbar gewürdigt werden sollen.

Herrmann Lutz Schülervertretung (SMV) des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in München

THEODOR-HEUSS-MEDAILLEN wurden verliehen an:

1.) Herrn Hermann Lutz für sein beispielhaftes staatsbürgerliches und Gesellschaftliches Engagement, sein Eintreten für den Rechtsstaat, seine berufliche Arbeit als Polizeibeamter und für seine in der Öffentlichkeit weithin beachtete demokratische Haltung als Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.
Hermann Lutz bemüht sich in hervorragender Weise das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Bürger zu verbessern und das Selbstverständnis der Polizei als Hüter unserer demokratisch-rechtsstaatlichen Verfassung zu festigen. In der politischen Auseinandersetzung hat Hermann Lutz bei aller Entschiedenheit vorbildliche Toleranz gegenüber Andersdenkenden bewiesen.
Mit diesem Wirken hat Hermann Lutz im Sinne der Satzung der THEODOR-HEUSS-STIFTUNG hervorragende Beispiele für demokratisches Verhalten und Zivilcourage gegeben.
Mit seiner Auszeichnung soll allen Polizeibeamten, die ihren Dienst im gleichen demokratischen Verantwortungsbewußtsein ausüben, Dank und Ermutigung zuteil werden.

2.) die Schülervertretung (SMV) des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in München, ihren Schülersprechern und dem Vertrauenslehrer Wunibald Heigl für ihren beispielgebenden und ausdauernden Einsatz in der Auseinandersetzung mit ausländerfeindlichen und rechtsextremistischen Tendenzen in und außerhalb der Schule.
Über Jahre haben sich Schülerinnen und Schüler dieses Gymnasiums in Diskussionen, Ausstellungen, Aufklärungsveranstaltungen und im persönlichen Einsatz mit den Ursachen und Gefahren dieser Entwicklung auseinandergesetzt mit dem Ziel, jede Form des Hasses, des Extremismus und der Intoleranz durch das eigene Beispiel zu überwinden und damit zur Wahrung der Menschenrechte auch im täglichen Zusammenleben beizutragen.
Damit haben Schüler und Lehrer im Sinne der Satzung der THEODOR-HEUSS-STIFTUNG ein nachahmenswertes Beispiel für Zivilcourage und vorbildlich demokratisches Verhalten gegeben. Mit ihrer Auszeichnung sollen stellvertretend auch andere Schulen, Schüler und Lehrer, die einen ähnlichen Einsatz gegen Extremismus und für Menschenrechte leisten, ermutigt werden.

Für Menschenrechte – gegen Extremismus

1990