Theodor Heuss Stiftung

Prof. Dr. Wolfgang Edelstein

Demokratie und Teilhabe als Lebensform

Demokratie und Teilhabe als Lebensform

 

 Demokratie als Lebensform ist kein Zufall. Ihre Errungenschaft gilt es zu pflegen und zu lehren. Die Entwicklung und die regelmäßige Erneuerung ihrer Verhältnisse stellt somit eine ständige und dauerhafte Aufgabe für den Staat, die Gesellschaft und die Erziehung dar. Demokratie kann demnach nicht früh genug beginnen und in die Erziehung miteinbezogen werden. Angesichts der anwachsenden Entwicklung fremdenfeindlicher und rechtsextremistischer Übergriffe in Deutschland, wird unsere Demokratie zunehmend zu einem zerbrechlichen und sensiblen Gut. Die lebendige Demokratie lebt nicht allein von Staat und Verfassung, sondern von der Gesellschaft, die ihr den nötigen Impuls für ihr Gelingen und ihre Lebhaftigkeit verleiht. Der Ruf nach einer demokratischen Schulerziehung und einer grundlegenden Schulreform, die keine Ausgrenzung kennt, wird immer lauter. Zahlreiche Projekte und Initiativen gibt es bereits, die sich der demokratischen Schulerziehung und ihren Reformen widmen.

 

 Mit außerordentlichem Engagement und seit mehreren Jahrzehnten leistet Wolfgang Edelstein einen beispielgebenden und zukunftweisenden Beitrag für demokratisches Lernen an Schulen und für die Teilhabe und Demokratie als Lebensform. Wolfgang Edelstein ist überzeugt, dass Kinder nur dann an die Demokratie herangeführt werden können, wenn sich die deutschen Schulen für eine andere Pädagogik öffnen. Eine, die es allen Schülern ermöglicht, ihr individuelles Potential zu entwickeln. Jedoch ist dies im Moment nicht der Fall. „Die Schule übernimmt nicht die Verantwortung dafür, dass aus den Kindern das wird, was aus Ihnen werden könnte.“ Es sei noch immer nicht alltäglich an den Schulen, über Demokratiepädagogik und Verantwortungslernen nachzudenken. Doch gerade die Schulen wären dazu berufen, Denkanstöße zu geben, wie die Übernahme von Verantwortung systematisch verbessert werden könnte. Gelegenheiten und Verhältnisse müssen geschaffen werden, die Verantwortungslernen, Anerkennung und Selbstwirksamkeit begünstigen. Genau dieser Tenor von Verantwortungslernen, Anerkennung und Selbstwirksamkeit ist die Voraussetzung für eine sinnvolle und erfahrbare Teilhabe am schulischen Geschehen, an einer schulischen Gemeinschaft.      Diese Verantwortungspraxis kann in Form eines Klassenrats, also die demokratische Mitbestimmung in der Schule, in der die Teilhabe vor Ort stattfindet; Lernen durch Engagement steht für Formen der Verantwortungsübernahme, die über die Schule hinausgehen; Schließlich die Mitwirkung außerschulischer Akteure an innerschulischen Aktivitäten. Hierbei handelt es sich also um drei Aspekte der Demokratiepädagogik, die positiven Einfluss auf die Gestaltung der Schulkultur nehmen.

 

 Wolfgang Edelstein hat uns für das demokratische Lernen an Schulen vergessen geglaubte Begriffe ins Bewusstsein zurückgerufen, die für die Teilhabe und die Demokratie als Lebensform unerlässlich sind. Verantwortung, Mitbestimmung und Anerkennung sind Grundpfeiler des schulischen Geschehens und der schulischen Gemeinschaft. Schülerpartizipation begünstigt also die Aufforderung und die Möglichkeit, die täglichen und weisenden Interaktionen in der Schule mitzugestalten und mitzuverantworten.

 

 1929 in Deutschland geboren, hat Wolfgang Edelstein aufgrund seiner jüdischen Herkunft in seinen ersten Schuljahren selbst erfahren müssen, was Ausgrenzung und Exklusion bedeutet. Nach der Emigration 1938 wuchs Edelstein in Island auf. Er besuchte die neunjährige, isländische Grundschule, die ihn maßgeblich prägte und ihm erstmals ein Gefühl des „Angenommenseins“ vermittelte. Nach dem Abitur, das er in Reykjavik absolvierte, zog es ihn zum Studium nach Grenoble und Paris. Seine Laufbahn begann er zunächst als Lehrer und Studienleiter an der Odenwaldschule in Ober-Hambach. 1963 ging der promovierte Edelstein an das Max-Planck-Institut nach Berlin, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem neu gegründeten Institut für Bildungsforschung arbeitete. Als wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft, wurde er Anfang der 1980er Jahre zum Direktor des Forschungsbereichs „Entwicklung und Sozialisation" berufen. In Island war er langjährig auch als „Chief Scientific Adviser" am hiesigen Kultusministerium tätig und zudem maßgeblich an der Reform des Schulsystems beteiligt. Bis zu seiner Emeritierung 1997, hatte er eine Gastprofessur an der Harvard Universität, arbeitete an Fragen der Moralentwicklung und der moralischen Erziehung, saß im Gründungssenat der Universität Potsdam, entwickelte das „Potsdamer Modell für Lehrerbildung" und war schließlich Mitinitiator des Modellprogramms „Demokratie leben & lernen" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK), sowie Gründer und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.

 

 Die Erfahrungen von Ex- und Inklusion prägten Edelstein als Menschen und während seiner Tätigkeit als Bildungsforscher. Aus seinen positiven Erfahrungen der Anerkennung und des „Angenommenseins" resultierte sein beachtliches und außerordentliches Engagement, sich für demokratisches Lernen, Teilhabe und Demokratie als Lebens- und Gesellschaftsform einzusetzen.

 

 

Anti-Bias-Werkstatt

Antidiskriminierende Bildungsarbeit

 

Voreingenommenheiten und Vorurteile sind Teil unseres Alltags. Jeder hat sie, und jeder ist schon einmal mit ihnen konfrontiert worden. Oft erkennen wir sie bei anderen, nur nicht bei uns. Vorurteile führen zu Missverständnissen und Pauschalurteilen, die ein Feindbild kreieren, seine negativen Eigenschaften festigen und zu einer diskriminierenden Haltung gegenüber Anderen führen können. Vorurteile sind in der Struktur unseres Denkens verankert. Wir werden von ihnen im Alltag begleitet und in Entscheidungsprozessen beeinflusst. Die Grenze zwischen harmlosen Scherzen und ausfallenden Bemerkungen ist schwer zu ziehen. Somit bedarf es einer Umstrukturierung unserer Denk- und Handlungsweise. Um Vorurteile zu entkräften und zu überwinden, ist ein Bündel von Maßnahmen notwendig. Hierbei sind auch alle Akteure der gesellschaftlichen und institutionellen Ebene gefragt. In Workshops und Seminaren können Menschen dazu befähigt und angeregt werden, ihr Verhalten zu reflektieren und sich kritisch mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Die „Anti-Bias-Werkstatt" hat in diesem Bereich bereits beispielgebende und innovative Ansätze geleistet.

 

Auf Grundlage der Gleichwertigkeit aller Menschen engagiert sich die Die „Anti-Bias-Werkstatt" im Bereich der politischen Bildung für die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Prozessen. Politische Bildung wird hier als eine Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung definiert, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, politische und soziale Zusammenhänge hervorheben und Veränderungsprozesse anstoßen soll. Die „Anti-Bias-Werkstatt" versteht Demokratie zum einen als Lebensform und zum anderen als Gesellschafts- und Herrschaftsform. Ersteres soll das soziale Engagement, Zivilcourage und einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten fördern. Letzteres strebt auf Grundlage der Menschenrechte und dem einhergehenden Diskriminierungsverbot die Auseinandersetzung mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands an. In Workshops und Seminaren sollen diese Ziele verwirklicht werden. Unterschiedliche Zielgruppen, wie Jugendliche, Studenten, pädagogische Fachkräfte und auch Verwaltungsfachangestellte werden ihrer Problemlage und ihren Bedürfnissen entsprechend an die Thematik herangeführt.

 

Die Anti-Bias-Seminare leben von dem intensiven Austausch eigener Erfahrungen und Kenntnisse. Ausgehend von der Selbstreflexion, den eigenen Erfahrungen, der Hintergründe und der Gefühle wird der Austausch innerhalb der Gruppe angeregt und als Grundlage für das Aufzeigen von Handlungsalternativen genutzt. Die Teilnehmer werden dazu angeregt, sich selbst und die eigene Praxis zu reflektieren und sinnvolle Handlungsansätze gegen Diskriminierung und Unterdrückung zu erarbeiten. Neben Selbstreflexionsübungen und theoretischen Grundlagen, werden die Teilnehmer auch an Methoden, wie Biografie- und Theaterarbeit herangeführt. Arbeitsschwerpunkte der „Anti-Bias-Werkstatt" liegen im Bereich der politischen Erwachsenenbildung, dem universitären Bereich, der Kleinkindpädagogik und der Kindertagesstätten. Somit setzt sich die Initiative in zahlreichen Bildungslandschaften für antidiskriminierende Interaktions- und Kommunikationsformen ein.

 

Die „Anti-Bias-Werkstatt" ist eine Initiative, die 2002 von Pädagogik-Studenten der Universität Oldenburg gegründet wurde. Grundlage für ihre Arbeit bildet der Anti-Bias-Ansatz, der Anfang der 1980er Jahre von Louise Derman-Sparks und Carol Brunson-Philips in den USA entwickelt wurde. Er zielt darauf, eine durch Einseitigkeit und Voreingenommenheit entstandene Schieflage ins Gleichgewicht zu bringen und Diskriminierungen abzubauen. Dem Ansatz liegt die Grundannahme zugrunde, dass Vorurteile in der Gesellschaft als Denkweisen institutionalisiert sind und von den Menschen erlernt werden. Folglich können daraus resultierende Verhaltensstrukturen wieder verlernt, hinterfragt und kritisch betrachtet werden. Erst in den 1990er Jahren wurde der Anti-Bias-Ansatz durch den Fachkräfteaustausch aus Südafrika auch in Deutschland bekannt.

 

 

Kinderhilfe Afghanistan e.V. (Dr. Reinhard und Annette Erös)

Bildung statt Fundamentalismus

 

Afghanistan ist ein vorwiegend dörflich strukturiertes Land. Mehr als 80% der Gesamtbevölkerung lebt in kleinen Städten und Dörfern. Nur 20% leben in größeren Städten wie Kabul oder Kandahar. Gerade die Dörfer mussten in den vergangenen Jahrzehnten unter Krieg und Elend leiden. Die Spuren des Elends sind in allen Bereichen des Alltags zu spüren. Seit über einem Vierteljahrhundert zerstört der Krieg die Gesellschaft, die Wirtschaft und fehlende Bildung führt die Menschen in die gesellschaftliche Isolation. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes 2001 beteiligen sich mehr als 40 Länder am Wiederaufbau des Landes und an der Schaffung staatlicher Strukturen. Mit klar definierte Strukturen und Zielen setzt sich die „Kinderhilfe Afghanistan e.V." beispielgebend für die Kinderhilfe und den Wiederaufbau der Ostprovinzen Afghanistans ein.

 

Die „Kinderhilfe Afghanistan e.V." wurde noch zu Zeiten des Taliban-Regimes als Initiative der aus Bayern stammenden Familie Dr. Reinhard und Annette Erös und ihren fünf Kindern gegründet. Die Familie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sich dem Bau und Betreiben von Dorf- und Oberschulen, Waisenhäusern, Krankenstationen, Computerausbildungszentren, Zukunftswerkstätten und Berufsschulen zu widmen. Nach dem Sturz der Taliban im Winter 2001 beginnt Familie Erös mit dem Start der Projekte in den besonders gefährdeten Süd-Ostprovinzen Nangahar, Kunar, Laghman, Khost, Praktia und Paghman.

 

Aktuell betreibt die „Kinderhilfe Afghanistan e.V." 29 Schulen in fünf Süd-Ost-Provinzen Afghanistans, denen ca. 55.000 Schülerinnen und Schüler mit rund 1.400 Lehrrinnen und Lehrern angehören. Die Mädchen und Jungen erhalten Unterricht in den beiden Landessprachen Farsi und Paschtu sowie in Mathematik, Physik, Chemie, Geographie, Geschichte, Gesundheitslehre, Sport und Religion. Die Schülerinnen und Schüler werden kostenlos mit dem nötigen Lehrmaterial ausgestattet, die Lehrerinnen und Lehrer erhalten ein regelmäßiges Einkommen. Alle Schulen werden darüber hinaus mit Lehrmaterialien, Labor-Einrichtungen und Bibliotheken ausgestattet.

 

Neben den Schulen finden Familien unter anderem Hilfe in der Mutter-Kind-Klinik, in der derzeit 1200 Familien in den Flüchtlingslagern von Pak von afghanischen Frauenärztinnen betreut werden. Elf Computer-Ausbildungs-Zentren eröffnen mehr als 1000 Studentinnen und Studenten einen Bildungsweg. Ein Waisenhaus betreut ca. 400 Waisenkinder. Eine Solarwerkstatt bildet junge Waisenbuben zu Solar-Elektrikern aus. In einer Berufsschule für ca. 200 Mädchen werden junge Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet. Bei der Sonderaktion „Obst statt Opium" wird der Anbau von 25.000 Obstbäumen gefördert. Über 2000 einheimische Lehrerinnen und Lehrer, Ingenieure, Maurer, Bauhelfer, Ärztinnen, Ärzte, Hebammen und andere Helfer erhalten von der Initiative ein regelmäßiges Gehalt und können so wiederum ihre Familie ernähren.

 

1948 im bayerischen Tirschenreuth geboren, hat Reinhard Erös schon während der sowjetischen Besatzung Afghanistans drei Jahre lang in Peschawar gelebt. Als Arzt kümmerte er sich von 1987 bis 1990 gemeinsam mit seiner Frau Annette, einer Lehrerin, um das Elend von Frauen und Kindern. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland konnten sie das Land und seine Menschen nicht vergessen. Um effektiv und langfristig helfen zu können, gründeten sie 1998 das Projekt Kinderhilfe Afghanistan.

 

Von 1967 bis 1972 diente Erös als Zeitsoldat der Bundeswehr und war Offizier. Nach dem Ende seiner Dienstzeit studierte er Medizin und Politikwissenschaften. Erneut bei der Bundeswehr war er unter anderem Truppenarzt und Kommandeur eines Sanitätsbataillons. 1986 hatte sich Erös für vier Jahre ohne Bezahlung von der Bundeswehr beurlauben lassen, um als Arzt im Kriegsgebiet Afghanistans die Zivilbevölkerung medizinisch zu versorgen. Als Dozent im Fachbereich Sicherheitspolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr tätig, trat er 2002 im Alter von 54 Jahren vorzeitig in den Ruhestand. Seitdem widmet er sich mit ganzer Kraft seiner Aufgabe und seiner Arbeit in Afghanistan. Sein vorbildliches Engagement macht ihn zu einem profunden Kenner des Landes und Träger mehrfacher Preise und Auszeichnungen.

 

 

Prof. Dr. Lothar Krappmann

Rechte und Bildungschancen für Kinder

 

Die Kindheit - glücklich und unbeschwert sollte sie sein. Es sollte selbstverständlich sein, dass Kinder zur Schule gehen, ein Recht auf Bildung haben, Schutz durch elterliche Fürsorge erfahren, vor Gewalt und Ausbeutung bewahrt werden, Spiel, Freizeit und Ruhe fester Bestandteil ihres Alltags ist und Wünsche und Fähigkeiten von ihrer Umgebung wahrgenommen werden. Vor allem in Industriestaaten sollte es normal sein, Kinderrechte zu achten. So ist es aber nicht. Nur scheinbar ist die Verletzung der Kinderrechte ein Problem in sogenannten Entwicklungsländern, die wegen ihrer Verstöße gegen die Kinderrechtskonvention vom Westen regelmäßig kritisiert werden.

 

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind in der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 festgelegt und für nahezu alle Staaten der Welt bindend, auch in Deutschland. Die Konvention beruht auf vier elementaren Grundsätzen: Überleben, Schutz, Förderung und Beteiligung. Die Kinderrechtskonvention verleiht Kindern verbriefte Rechte. Doch Kinderarmut, fehlende Bildungschancen, Flüchtlingskinder, Gewalt gegen Kinder, kommerzielle sexuelle Ausbeutung sind nicht nur Schlagzeilen aus Afrika, Asien oder Osteuropa, sondern zunehmend Erscheinungsbilder in Deutschland. So betreffen die Grundsätze nicht nur die Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch in Industriestaaten. Die Verletzung von Kinderrechten in Deutschland wurde lange verkannt und nur ungenügend bekämpft.

 

Einer, der die Notwendigkeit erkannte, sich für Kindheit und Kinderpolitik einzusetzen, ist Lothar Krappmann. Von 2003 bis 2011 war er eines von achtzehn Mitgliedern des Ausschusses der Vereinten Nationen für die Rechte des Kindes, gewählt von der Vollversammlung der 193 Vertragsstaaten. In der weltweiten Prüfung der Umsetzung der Kinderrechte hat er sich besonders für das Recht der Kinder auf Bildung insbesondere in der frühen Kindheit eingesetzt, auch für ihr Recht auf Beteiligung und für die Rechte von Flüchtlings- und Migrantenkindern, Bildung und Ausbildung zu erhalten.

 

Dies wurden seine Themen, weil er während seiner gesamten Berufstätigkeit bis 2001 im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung die soziale, die soziokognitive und die moralische Entwicklung der Kinder im Schulalter erforscht hat. Über dieses Forschungsgebiet hat er an der Freien Universität Berlin als Honorarprofessor für die Soziologie der Bildung gelehrt und viele Fortbildungsveranstaltungen für Erzieher, Sozialarbeiter und Familienhelfer gehalten.

 

Als Vorsitzender der Sachverständigenkommission, die den 10. Kinder- und Jugendbericht für den Deutschen Bundestag ausgearbeitet hat, engagierte er sich für die qualitative Weiterentwicklung von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, nicht zuletzt für Kindertagesstätten für jüngere und ältere Kinder. Besondere Aufmerksamkeit hat er Initiativen gewidmet, Kinder von früh auf an der Gestaltung ihrer Einrichtungen und am Lernen zu beteiligen. Lothar Krappmann hat nach Wegen gesucht, demokratische Potentiale von Kindern zu stärken.

 

Der Soziologe, der über das Thema der Identität in einer inkonsistenten Sozialwelt promoviert wurde, studierte auch Theologie und Neuere Geschichte. Obwohl er als empirischer Forscher auch manche statistische Analyse gemacht hat, war seine bevorzugte Forschungsmethode die Beobachtung.

 

Es begann in den 70er Jahren mit der Beobachtung einer Gruppe fußballspielender Jungen, die ihm die Augen für das reiche Sozialleben von Kindern geöffnet haben. Vielfältige Studien folgten über Freundschaft, Streit, Gewalt, Spaß, Bemühungen um Fairness und Gerechtigkeit, Anerkennung und Gesicht-Wahren. Immer noch möchte er besser verstehen und für die pädagogische Praxis erschließen, wie Kinder ihr Handeln koordinieren, gemeinsam Regeln entwickeln und welche Rolle Erwachsene in diesem Bildungsprozess einnehmen.

 

Für sein vorbildliches und außerordentliches Engagement erhält er auch international Anerkennung als Forscher im Bereich Kindheit und Kinderpolitik.

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Bürgerschaftliches Engagement von Schülern und Lehrern

 

In einem Land der kulturellen Vielfalt kommen Menschen mit verschiedenen Sprachen, Kulturen und Religionen zusammen. Was für die einen Bereicherung ist, löst bei anderen Befremden aus. Oft zeichnen sich diese Tendenzen schon in der Schule ab. Die soziale Herkunft, die Sprache oder auch die Religion bestimmen, wer in der Schule ausgegrenzt oder diskriminiert wird. Vorurteile nehmen im Schulalltag zu. Gewaltanwendung, Mobbing und rassistische Bemerkungen sind keine Seltenheit. Das Bild der Schülerinnen und Schüler ist meist nicht von Gemeinsamkeiten geprägt. Nach einem Wir-Gefühl lässt sich vergeblich suchen, und im Zusammenleben fehlt es oftmals an Respekt und Freundlichkeit. Schulen sind Orte, an denen Kinder und Jugendliche verschiedener kultureller und sozialer Herkunft zusammenkommen. Schulen sollen Schülerinnen und Schülern auch soziale und moralische Kompetenzen beibringen.

 

Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" trägt dazu bei, das Schulklima so zu gestalten, dass eine Atmosphäre gegenseitiger Anerkennung entsteht, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Das Netzwerk wurde 1995 ins Leben gerufen. Ziel ist, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit und die Unterstützung zu bieten, sich in ihrem Lebens- und Schulumfeld aktiv gegen Fremdenhass, Rechtsextremismus und Rassismus einzusetzen. Die Initiative führt die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt zur Beteiligung an integrativen Prozessen und zur aktiven Teilnahme an der inhaltlichen Ausgestaltung der Menschenrechtserziehung. Inzwischen hat sich „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu einer handlungsstarken und demokratischen Jugendbewegung entwickelt und bildet aktuell das größte Schulnetzwerk: Im Januar dieses Jahres begrüßte die Initiative die 1000. Schule im bundesweiten Netzwerk. Somit besuchen rund 75000 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Pädagogen eine Schule, die sich freiwillig dazu verpflichtet hat, gegen jede Form der Diskriminierung vorzugehen.

 

Bis heute fanden an den 1000 Schulen mehr als 10000 Projekttage und Aktionen statt. Zahlreiche Kinder und Jugendliche haben daran teilgenommen und sich couragiert und kreativ für die Einhaltung der Menschenrechte eingesetzt. Die Projekte leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Festigung einer demokratischen Alltagskultur unter Kindern und Jugendlichen, zur Integration von Minderheiten und beim Zurückdrängen von Extremismus jeglicher Art. Sie beschäftigt sich mit allen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Zu ihr gehören beispielsweise auch Mobbing, Homophobie, Sexismus, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamismus und Islamfeindlichkeit.

 

Mit ihrem bürgerschaftlichem Engagement und der Einhaltung der Menschenrechte antwortet das Netzwerk auf die Fragen, wie wir zusammen leben wollen und was unsere gemeinsamen Werte und Normen sind, mit einem nachhaltigen und zukunftsweisenden Beitrag. Respekt und Anerkennung im Schulalltag führt zu einer demokratischen Schulkultur, in der die Möglichkeit der Teilhabe allen erteilt und gegeben wird. „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wird durch ihre vorbildliche Leistung von allen demokratischen Parteien, von allen bedeutenden Glaubensgemeinschaften und auch von zahlreichen Prominenten aus Sport, Kultur und Politik unterstützt.

Bildung - Teilhabe - lebendige Demokratie

Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung Theodor Heuss Stiftung

Der Theodor Heuss Preis für das Jahr 2012 wird dem emeritierten Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und Gründer der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik

 

Prof. Dr. Wolfgang Edelstein

 

für sein außerordentliches persönliches Engagement, mit dem er über Jahrzehnte hinweg für demokratisches Lernen an Schulen kämpft und sich für Teilhabe und Demokratie als Lebensform einsetzt, zuerkannt.

 

1929 in Deutschland geboren, hat Wolfgang Edelstein aufgrund seiner jüdischen Herkunft in seinen ersten Schuljahren selbst erleben müssen, was Ausgrenzung bedeutet. Nach der Emigration nach Island besuchte er die neunjährige isländische Grundschule, die ihn maßgeblich, insbesondere durch das Gefühl des Angenommenseins, prägte. Die Lösung der Integrationsproblematik stellt derzeit eine große Herausforderung in Deutschland dar, zu deren Bewältigung die Schule berufen werden muss, Wesentliches beizutragen. Wolfgang Edelstein weist darauf hin, dass durch Teilhabe und Mitbestimmung Schüler Anerkennung erfahren, soziale Verantwortung übernehmen und folglich Demokratie als Lebensform in der täglichen Praxis einüben und lernen. Lernen durch Engagement beschränkt sich dabei nicht nur auf die Institution Schule, sondern wird auch auf das gemeinschaftliche Umfeld ausgeweitet. Ein wesentlicher Ansatz Wolfgang Edelsteins ist die Vermittlung von Wertschätzung, Begeisterung und Sinn als Nährböden für die Bereitschaft sich zu engagieren.

 

Der Theodor Heuss Preis 2012 gilt einem der engagierten Bildungsreformer, der durch seine Arbeit und seine öffentlichen Stellungnahmen deutlich macht, dass Politik und Gesellschaft Bildung und Teilhabe jetzt als Chance be- und ergreifen müssen, um die Zukunftsfähigkeit unserer demokratischen Kultur nachhaltig zu gewährleisten. Dafür schulden wir ihm großen Dank und Anerkennung.

 

Stuttgart, den 28. April 2012

 

Ludwig Theodor Heuss
Gesine Schwan

 

Eine Theodor Heuss Medaille für das Jahr 2012 wird

 

der Kinderhilfe Afghanistan e.V.

 

für ihr beispielgebendes, internationales Engagement im Bereich der Kinderhilfe und des Wiederaufbaus der Ostprovinzen Afghanistans zuerkannt.

 

Die Kinderhilfe Afghanistan e.V. wurde 1998 von dem ehemaligen Oberstarzt der Bundeswehr, Reinhard Alois Erös, zusammen mit seiner Ehefrau Annette Erös und ihren fünf Kindern gegründet. Die Initiative unterstützt in besonders vorbildlicher Weise den Wiederaufbau in den ländlichen Gebieten der Ostprovinzen Afghanistans und leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer lebensnotwendigen Infrastruktur, die ein friedliches Leben ermöglicht. Die wesentliche Aufgabe ist der Bau von Dorf- und Friedensschulen, Mutter-Kind-Kliniken, Gesundheitsstationen, Zukunftswerkstätten und Computerausbildungszentren.

 

Die Kinderhilfe Afghanistan e.V. engagiert sich auch für die Errichtung von Waisenhäusern und Krankenstationen in den landesweiten Flüchtlingslagern. Besonders hervorzuheben sind die Sonderaktionen, die Nachhaltigkeitsvisionen verfolgen. 2011 erfolgen erstmalig der Druck und die Abgabe von Medizin-Lehrbüchern. Verfasst durch afghanische Professoren, eignen sich Medizinstudenten an den Fakultäten in Süd- und Ostafghanistan ihr Fachwissen in ihrer Landessprache Paschtu an. In 5 weiteren Süd-Ost Provinzen werden 29 Schulen betrieben. Rund 55 000 Schüler und 1 400 Lehrer lernen und lehren an diesen Schulen. Die Kinder werden mit kostenlosem Lernmaterial ausgestattet und die Lehrer erhalten ein regelmäßiges Einkommen.

 

In einem Land, das von Krieg und Zerstörung gezeichnet ist, setzt sich Reinhard Erös zusammen mit seiner Familie und ihrer Initiative dafür ein, Kindern und jungen Menschen in Afghanistan durch den Bau von medizinischen Einrichtungen, Schulen und Ausbildungszentren eine Grundversorgung zu bieten und die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

 

Stuttgart, den 28. April 2012

 

Dr. Ludwig Theodor Heuss Prof. Dr. Gesine Schwan

 

 

Eine Theodor Heuss Medaille für das Jahr 2012 wird der

 

Anti-Bias-Werkstatt

 

für ihr vorbildliches Engagement Demokratie und Anti-Diskriminierung als Lebensform erfahrbar zu machen und das Konzept des Anti-Bias-Ansatzes weiterzuentwickeln, zuerkannt.

 

2002 wurde auf Initiative von Studierenden der Interkulturellen Pädagogik der Universität Oldenburg die Anti-Bias-Werkstatt gegründet. Ziel der Initiative war und ist es, durch politische Bildung die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an gesellschaftlichen und politischen Prozessen zu unterstützen. Politische Bildung wird dabei als eine Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung verstanden, bei der Erkenntnisse über politische und soziale Zusammenhänge gewonnen, Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und Veränderungsprozesse angestoßen werden sollen.

 

Durch die praktische Auseinandersetzung mit subjektiv erlebten Erfahrungen und den jeweils eigenen Positionierungen in gesellschaftlichen Machtverhältnissen werden Diskriminierungen, Privilegierungen und Schieflagen deutlich. Auf dieser Grundlage werden Lernprozesse angeregt, in denen Ansatzpunkte für gesellschaftliche Verantwortungsübernahme sichtbar und eigene sowie kollektive Empowerment-Prozesse möglich werden.

 

Die Arbeit der Anti-Bias-Werkstatt zielt darauf, eine durch Machtasymmetrien und Voreingenommenheiten entstandene gesellschaftliche Schieflage ins Gleichgewicht zu bringen und Diskriminierungen abzubauen. Zum einen wird auf persönlicher Ebene ein demokratischer und gewaltfreier Umgang miteinander, sowie Zivilcourage und soziales Engagement angestrebt. Zum anderen wird Demokratie auch verstanden als Gesellschafts- und Herrschaftsform, in der eine politische Auseinandersetzung mit den Menschenrechten und insbesondere mit dem damit verbundenen Diskriminierungsverbot, sowie mit vorhandenen Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmechanismen kontinuierlich stattfinden kann und muss.

 

So werden unterschiedliche Zielgruppen, von Jugendlichen über Studierende und Multiplikator/innen bis hin zu Verwaltungsangestellten, in Workshops und Seminaren zur kritischen Reflexion von gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Funktionen von Vorurteilen und unterschiedlichen Diskriminierungsformen angeregt und gesellschaftliche Veränderungsprozesse diskutiert.

 

Die Anti-Bias-Werkstatt ist eine Initiative, die beispielgebend in kleinen, lokalen Projekten Bildung und Teilhabe im Bereich Anti-Diskriminierung erfahrbar macht und zu machtkritischen, diskriminierungsfreien Interaktions- und Partizipationsformen aufruft und somit dazu beiträgt, demokratische Prinzipien und Vorstellungen umzusetzen und zukunftsfähig zu machen.

 

Stuttgart, den 28. April 2012

 

Dr. Ludwig Theodor Heuss Prof. Dr. Gesine Schwan

 

Eine Theodor Heuss Medaille für das Jahr 2012 wird dem Soziologen und Pädagogen

 

Prof. Dr. Lothar Krappmann

 

für sein vorbildliches, international anerkanntes, persönliches Engagement im Bereich Kindheit und Kinderpolitik zuerkannt.

 

In seiner langjährigen Praxis als Bildungsforscher setzt sich Lothar Krappmann für die Rechte und die Bildungschancen von Kindern ein. Nach seiner Emeritierung als Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung war er 8 Jahre lang, bis 2011, eines von 13 ehrenamtlichen Mitgliedern im Ausschuss für die Rechte des Kindes, einem UN-Vertragsorgan, das die Einhaltung der Bestimmungen der Kinderrechtskonvention überwacht und die Berichte der Unterzeichnerstaaten entgegennimmt und auswertet.

 

Die Kinderrechtskonvention legt wesentliche Standards zum Schutz der Kinder weltweit fest. Die vier elementaren Grundsätze, auf denen die Konvention beruht, beinhalten Überleben, Schutz, Förderung und Beteiligung. Diese Grundsätze berühren nicht nur die Kinder in Entwicklungsländern sondern, wie Lothar Krappmann hervorhebt, auch in Industriestaaten. So werden beispielsweise Kinderarmut und fehlende Bildungsrechte von Kindern und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland als Verletzung von Kinder- und damit von Menschenrechten noch nicht ausreichend bekämpft. Lothar Krappmann tritt dafür ein, dass Erwachsene Kinder als zunehmend mitverantwortliche junge Menschen anerkennen, die mit ihren eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten wahrgenommen und respektiert werden wollen. So betont er in seiner neuen Aufgabe als Schirmherr der Kampagne „Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder", dass die Rechte von Flüchtlingskindern in Deutschland gewahrt werden müssen, dass ihre Stimme gehört und ihre Entwicklung gefördert werden muss.

 

In einem Land, in dem die soziale Herkunft noch maßgeblich über die Entwicklung eines Kindes entscheidet, setzt sich Lothar Krappmann unermüdlich dafür ein, dass Bildung und Teilhabe von Kindern und jungen Menschen einen wichtigen Stellenwert in Politik und Gesellschaft einnehmen müssen, um unsere demokratischen Kultur zu stärken und zukunftsfähig zu machen.

 

Stuttgart, den 28. April 2012

 

Dr. Ludwig Theodor Heuss Prof. Dr. Gesine Schwan

 

Eine Theodor Heuss Medaille für das Jahr 2012 wird dem Projekt

 

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

für seine erfolgreiche Initiative zu bürgerschaftlichem Engagement von Schülern und Lehrern zur Abwendung von Diskriminierung, Rassismus, Mobbing und Gewalt, zuerkannt.

 

1995 wird das Immanuel-Kant Gymnasium in Dortmund Deutschlands erste „Schule ohne Rassismus". Angesichts der zunehmenden fremdenfeindlichen und rechtsextremistisch motivierten Gewalt in Deutschland reifte die Idee einer Organisation, in der Schülern die Möglichkeit gegeben wird, einen Beitrag zur Zivilgesellschaft und Teilhabe zu leisten. Bereits nach fünf Jahren wird das Projekt inhaltlich und organisatorisch auf eine weitläufigere Basis gestellt und der Name auf „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erweitert. Mit Inkrafttreten des Grundrechtekatalogs der Europäischen Union wurden nicht nur der Rassismus im klassischen Sinne, sondern alle Formen von Diskriminierung in den Projektansatz mit integriert. So ist jegliche Art der Diskriminierung, insbesondere in Bezug auf die ethnischen und sozialen Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder auch Religion, verboten. Dieser europäischen Jugendbewegung, die 1988 in Belgien ihren Ursprung nahm, gehören heute deutschlandweit rund 1000 Schulen mit ca. 750 000 Schülern an.

 

Auf die Fragen, wie wir zusammenleben wollen und was unsere gemeinsamen Werte und Normen sind, antwortet die Initiative mit einem nachhaltigen Beitrag zur Integration von Minderheiten und mit dem Zurückdrängen von Extremismus jeglicher Art. Ziel ist es, langfristige Aktivitäten und Projekte zu entwickeln, die es den Kindern und jungen Menschen ermöglichen, direkt und aktiv auf das schulische Klima Einfluss zu nehmen, um Diskriminierungen und Rassismus zu überwinden und Problemen mit einer offenen und respektvollen Art zu begegnen.

 

Das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist wegweisend und beispielgebend für eine Kultur der Teilhabe, Integration und Anerkennung von Schülern, die gemeinsam die Mauern von Vorurteilen durchbrechen und der Anwendung von Gewalt keinen Platz bieten.

 

Stuttgart, den 28. April 2012

 

Dr. Ludwig Theodor Heuss Prof. Dr. Gesine Schwan

2012