61. Theodor Heuss Preisverleihung 

Im feierlichen Rahmen wurde der 61. Theodor Heuss Preis an Margrethe Vestager verliehen. Die dänische Politikerin und ehemalige EU-Kommissarin wird damit für ihr konsequentes Eintreten für fairen Wettbewerb, Rechtsstaatlichkeit und eine wertebasierte Ordnung in Europa ausgezeichnet. Mit ihrer Arbeit hat sie maßgeblich dazu beigetragen, die Prinzipien von Transparenz und Gerechtigkeit in der europäischen Politik zu stärken.

 

Neben dem Theodor Heuss Preis wurden die dem Preis ebenbürtigen Theodor Heuss Medaillen 2026 an Personen und Initiativen verliehen, die sich in besonderer Weise für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. Ausgezeichnet wurden Marcant, das Bündnis „Dorfliebe für alle!“ sowie das Projekt „Playing History“.

 

Marcant stellt sich als Content Creator trotz massiver persönlicher Bedrohungen konsequent Demokratiefeinden entgegen, vermittelt komplexe politische Inhalte verständlich und erreicht mit klarer Sprache Menschen aus extrem rechten Social-Media-Blasen. Die Initiative „Dorfliebe für alle!“ überzeugt durch ihren Einsatz für ein offenes, solidarisches Miteinander im ländlichen Raum. Das Projekt „Playing History“ wurde für seine kreative Vermittlung historischer Inhalte ausgezeichnet, die insbesondere junge Menschen anspricht und zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart anregt.

 

Die Festrede hielt die renommierte Ökonomin Monika Schnitzer. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung von demokratischen Werten in Zeiten globaler Herausforderungen und hob hervor, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement für den Erhalt einer lebendigen Demokratie ist.

 

Die Preisverleihung unterstrich einmal mehr die Aktualität der Ideen von Theodor Heuss und würdigte Menschen und Projekte, die diese Werte in die Gegenwart tragen und weiterentwickeln.