Theodor Heuss Preis 2026
Theodor Heuss Preis 2026 für Margrethe Vestager
Theodor Heuss Medaillen für Marcant, Dorfliebe für alle und Playing History
Stuttgart, 8. Januar 2026 – Die Theodor Heuss Stiftung verleiht den 61. Theodor Heuss Preis an die frühere EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Mit den Theodor Heuss Medaillen 2026 würdigt die Stiftung darüber hinaus herausragendes demokratisches Engagement des Influencers und YouTubers Marcant, des ostdeutschen Bündnisses Dorfliebe für alle sowie der Good Gaming Initiative Playing History. Dies gab die überparteiliche Theodor Heuss Stiftung heute in Stuttgart bekannt.
Die Preisverleihung steht unter dem Jahresthema „Zukunft gestalten – Chancen für eine demokratische Resilienz“.
Mit der Auszeichnung von Margrethe Vestager ehrt die Stiftung eine Politikerin, die wie kaum eine andere für eine wehrhafte Demokratie im digitalen Zeitalter steht. Vestager hat sich mit Entschlossenheit und politischer Klarheit gegen marktbeherrschende Technologieunternehmen gestellt und mit wegweisenden Gesetzesinitiativen wie dem Digital Markets Act internationale Maßstäbe für eine faire, transparente Regulierung digitaler Plattformen gesetzt. Ihr Wirken hat Europa zu einem Vorreiter verantwortungsvoller digitaler Governance gemacht und den Schutz von Wettbewerb sowie von Verbraucherinnen und Verbrauchern nachhaltig gestärkt. „Margrethe Vestager zeigt, dass demokratische Gestaltungskraft auch gegenüber globalen Machtkonzentrationen wirksam sein kann. Sie steht für Mut, Integrität und den politischen Willen, Demokratie aktiv zu schützen und weiterzuentwickeln“, erklärte der Vorsitzende der Theodor Heuss Stiftung, Prof. Dr. Ludwig Theodor Heuss.
Mit den Theodor Heuss Medaillen 2026 würdigt die Stiftung Persönlichkeiten und Initiativen, die Demokratie im Alltag stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und mit innovativen Ansätzen neue Wege demokratischer Beteiligung eröffnen:
Marcant, Influencer und YouTuber, wird für sein herausragendes demokratiepolitisches Engagement im Kampf gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet. Trotz persönlicher Bedrohungen vermittelt er komplexe politische Inhalte verständlich, stellt sich konsequent Demokratiefeinden entgegen und erreicht mit klarer Sprache Menschen aus extrem rechten Social-Media-Blasen, um sie für Demokratie und die Werte des Grundgesetzes zurückzugewinnen.
Dorfliebe für alle, ein Bündnis aus Ostdeutschland, erhält die Medaille für sein nachhaltiges Engagement für eine lebendige, inklusive Demokratie im ländlichen Raum. Mit vielfältigen Aktionen, Begegnungsformaten und Bildungsangeboten setzt sich das Bündnis aktiv gegen Diskriminierung und Faschismus ein und stärkt Solidarität, Respekt und demokratisches Miteinander.
Playing History GmbH, eine Good Gaming Initiative, wird für ihren innovativen Ansatz ausgezeichnet, Bildung, gesellschaftliches Engagement und digitale Medien zu verbinden. Das Projekt ermöglicht insbesondere jungen Spielerinnen und Spielern, historische Perspektiven aktiv nachzuvollziehen, kritisch zu reflektieren und demokratische Prozesse spielerisch zu erleben.
Die 61. Theodor Heuss Preisverleihung findet im Rahmen eines Festakts am Samstag, 18. April 2026, in Stuttgart statt.
Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Europäische Gerichtshof, Bundesinnenminister a.D. Gerhart Baum, die russische Menschenrechtsorganisation Memorial International, Václav Havel, Richard von Weizsäcker, Jürgen Habermas und die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth. Der Theodor Heuss Preis erinnert an den ersten Bundespräsidenten und würdigt beispielgebendes Engagement für Demokratie und Menschenrechte.






